Ein weiteres Opfer der Verdrängung im hippen Kiez: Linke Kneipe "Syndikat" geräumt

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Published on 8 Aug 2020, 15:09
35 Jahre im Bezirk und nun geräumt: Die linke Kneipe "Syndikat" in Berlin-Neukölln ist seit Freitagmorgen Geschichte. Der Gerichtsvollzieher kam in Begleitung der Polizei und verschaffte sich Zutritt zum Lokal. Die Immobilieninvestoren haben gewonnen.

Mehr als zwei Jahre lang kämpften die Betreiber, die Stammgäste und die Nachbarschaft um den Erhalt der linken Kiezkneipe "Syndikat". Seit Ende 2018 hatte das Lokal in der Weisestraße 56 im Berliner Bezirk Neukölln keinen Mietvertrag mehr. 2016 wurde das Haus, in dem sich die Kneipe befindet, von einem Investor gekauft. Der neue Besitzer entschied, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Die "Syndikat"-Betreiber wollten jedoch nicht ausziehen. Die Kneipe hatte sich durch die Jahre zu einem Zentrum der linken Szene des Bezirks entwickelt. Beim Kampf um den Erhalt des Lokals ging es auch um Widerstand gegen die Verdrängung der sozial Schwächeren, gegen Luxussanierungen und reiche Investoren aus dem In- und Ausland.
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