BIBLISCHE PLAGE: Heuschrecken vernichten Ernten in ganz Ostafrika

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Published on 10 Apr 2020, 8:30
Die Welternährungsorganisation FAO warnt vor Auswirkungen der Corona-Krise auf den Kampf gegen die Heuschreckenplage im Osten Afrikas. Weil Frachtflüge reduziert seien, gebe es Nachschubprobleme bei Pestiziden, teilte die UN-Organisation am Donnerstag an ihrem Hauptsitz in Rom mit. Zugleich befürchtet die FAO ein dramatisches Anwachsen der Heuschreckenschwärme in den kommenden Monaten. Verantwortlich dafür seien verbreitete Regenfälle im März.

Die FAO sprach von einer weiterhin alarmierenden Entwicklung. Besonders Äthiopien, Kenia und Somalia stünden vor einer beispiellosen Notlage. In den sechs am meisten betroffenen Ländern in Ostafrika, zu denen auch Südsudan, Uganda und Tansania zählen, lebten bereits 20 Millionen Menschen ohne gesicherte Nahrungsmittelversorgung. Im Jemen seien weitere 15 Millionen betroffen. Besorgniserregend sei die Lage im Iran und Jemen, wo eine neue Heuschreckengeneration entstehe.

Beim Vorgehen gegen die Plage gebe es "keine signifikante Verlangsamung", da die betroffenen Staaten die Heuschreckenbekämpfung zur nationalen Priorität erklärt hätten, erklärte der FAO-Experte Cyril Ferrand. Auch unter Ausgangsbeschränkungen könne das zuständige Personal weiter arbeiten. Vorrang für die FAO habe es, einen Zusammenbruch der nationalen Pestizid-Reserven zu verhindern. Dies hätte "dramatische" Folgen für die Landbevölkerung, warnte Ferrand.

#fao #heuschrecken #kenia

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