AUSTRALIEN: Die meisten Tiere verbrennen, andere finden kein Wasser und verenden

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Published on 7 Jan 2020, 15:52
Die Buschbrände in Australien sind verheerend. Auch für die Tierwelt. Die Universität Sydney schätzt, dass alleine im Bundesstaat New South Wales rund eine halbe Milliarde Tiere den Flammen zum Opfer gefallen sind. Aber auch zwei Feuerwehrmänner hat das Feuer gefordert. Ein umstürzender Baum krachte gegen das Feuerwehrauto und die Retter kamen von der Straße ab und starben.

In den verheerenden Bränden in Australien sind nach Angaben von Umweltschützern bereits mehr als eine Milliarde Tiere umgekommen: Etwa 1,25 Milliarden Tiere seien nach Schätzungen des WWF Australien direkt oder indirekt durch die Feuer getötet worden, teilte die Umweltorganisation am Dienstag in Berlin mit. Die Zahl sei mithilfe einer Methodik berechnet worden, die die Auswirkungen der Rodung von Landflächen auf die australische Tierwelt schätzt.

Die Hochrechnung basiert laut WWF auf einer Studie von Chris Dickmann von der Universität Sydney. Bis zum Abklingen der Brände werde das volle Ausmaß der Schäden aber unbekannt bleiben, hieß es weiter.

In Australien sind in den vergangenen Monaten 5,5 Millionen Hektar Land niedergebrannt - das entspricht der Fläche der Insel Irland. Die Universität von Sydney hatte am Freitag eine Studie veröffentlicht, wonach seit September allein im besonders stark betroffenen Bundesstaat New South Wales 480 Millionen Tiere wegen der Feuer verendeten. Dabei handele es sich um eine "sehr zurückhaltende" Kalkulation, erklärten die Autoren.
Die Feuer könnten ein Aussterben der Koalas in den nächsten Jahrzehnten beschleunigen, warnt der WWF.


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