Polizei löst "illegalen" Karneval auf

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Published on 14 Jan 2021, 10:58
In dem nordmazedonischen Dorf Vevčani feiert man angeblich schon seit 1.400 Jahren den Karnevalsumzug, um das Neujahr nach julianischem Kalender einzuläuten. In diesem Jahr sollte alles anders sein, denn die Corona-Krise macht der uralten Tradition einen Strich durch die Rechnung. Die Behörden sagten den Umzug offiziell ab. Dennoch schlüpften Hunderte Menschen aus dem 2.400-Seelen-Dorf in Kostüme und zogen zusammen durch die Straßen. Es dauerte nicht lange, dann rückte die Polizei an, um den "illegalen" Umzug aufzulösen und die COVID-19-Maßnahmen durchzusetzen. Die Menge begrüßte die Ordnungshüter mit lauten Buhrufen, und es kam zu kleineren Rangeleien.

Ein Einheimischer ist der Meinung, dass die Dorfbewohner sich niemals einem solchen Verbot unterwerfen würden.

"Wir feiern den Tag des Heiligen Basilius schon so lange, wie es Vevčani gibt. Jeder, der will, kann eine Maske tragen, und niemand kann ihn daran hindern, weil die Menschen das schon seit 1.400 Jahren tun."

Bislang hat das winzige Balkanland mit 2 Millionen Einwohnern 87.000 Coronavirus-Infektionen registriert und 2.647 damit zusammenhängende Todesfälle zu verzeichnen. Die nordmazedonische Regierung hat deshalb strikte Maßnahmen erlassen, um einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Das nordmazedonische Parlament hat zudem kürzlich den Ausnahmezustand bis Juni verlängert.

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