Polizeichef verurteilt Vorgehen bei Floyd-Verhaftung: "Nicht Teil unserer Ethik"

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Published on 8 Apr 2021, 15:30
Der Polizeichef von Minneapolis, Medaria Arradondo, hat im laufenden Gerichtsverfahren ausgesagt, dass der ehemalige Polizist Derek Chauvin bei der Verhaftung von George Floyd gegen die Richtlinien verstoßen hätte. Eine derartige Anwendung von Gewalt bei einer Festnahme sei nicht richtig gewesen. "Sobald Mr. Floyd aufgehört hatte, sich zu wehren und sicherlich sobald er in Not war und versuchte, dies zu verbalisieren, hätte das aufhören müssen", äußerte sich Arradondo.

"Sobald es keinen Widerstand mehr gab und Mr. Floyd eindeutig nicht mehr ansprechbar und sogar bewegungslos war, weiterhin dieses Maß an Gewalt auf eine Person anzuwenden, die mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt ist, das ist in keiner Weise, Form oder Art etwas, das zu den Richtlinien gehört, es ist nicht Teil unserer Ausbildung und es ist sicherlich nicht Teil unserer Ethik oder unserer Werte", gab Arradondo weiter zu verstehen.

Der Prozess gegen den ehemaligen Polizeibeamten Chauvin hat am 29. März begonnen. Er wurde zunächst wegen "Mord dritten Grades" angeklagt. Die Anklage wurde um "unbeabsichtigten Mord zweiten Grades" erweitert, was in etwa einem Totschlag in einem besonders schweren Fall entspricht.

Als Beweis dient unter anderem das Polizeivideo, auf dem er zu sehen ist, wie für fast neun Minuten auf Floyds Hals kniet, was zu seinem Tod führte.

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