K-Frage: Debatte um den CDU/CSU-Machtkampf | Markus Lanz vom 15. April 2021

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Published on 16 Apr 2021, 6:18
Der ehemalige CSU-Vize Peter Ramsauer meint mit Blick auf den Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union: „Am Ende bleiben immer Verlet-zungen. Ich möchte nicht, dass einer der beiden mit Verletzungen herausgeht“.
Sahra Wagenknecht, ehemalige Parteichefin der Linken, befindet hingegen, die CDU sei bereits ausgezehrt, der Streit um die K-Frage würde der Partei zusätzlich schaden. Beide Kandidaten seien durch den Kampf in der Öffentlichkeit verletzt und hätten sich damit disqualifiziert.
Der Spiegel-Politexperte Markus Feldenkirchen analysiert den innerparteilichen Machtkampf als eine offensichtliche Planlosigkeit. Söder setze auf Umfragen, Laschet sei der Gremienkönig. „Kei-ner möchte zurückziehen. Es gibt keinen Plan“. Dem widerspricht Ramsauer: Für die Kür eines Kanzlerkandidaten gebe es kein Rezeptbuch.

Seine Kollegin von der Schwesterpartei CDU Katja Leikert, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist der Meinung, dass es eine politische Stilfrage gewesen sei, die Bundestagsfraktion zur Kanzlerkandidatur zu befragen, obwohl sich die führenden Parteigremien der CDU für Armin Laschet ausgesprochen hatten. Den Parteivorsitzenden der CDU als Kanzler-kandidaten aufzustellen, sei eine Gepflogenheit. Und doch hätte es einen starken Wunsch der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gegeben, das Thema zu diskutieren. Es ginge in der Politik immer darum, Machtfragen zu lösen, so Leikert.
Der CSU-Politiker Ramsauer erklärt hingegen, dass Markus Söder zu Recht die Stimmung der Um-fragen erfasse und daraus den Schluss zöge, seine Kandidatur nicht zurückzuziehen. Er plädiert für Einheitlichkeit innerhalb der CDU: „Wenn die CDU einheitlich auftreten könnte, würde es anders aussehen“. Die Kanzlerin würde die K-Frage nicht kommentieren, so Ramsauer.

Hier geht es zur kompletten Sendung: kurz.zdf.de/03D

Weitere Gäste in der Sendung:

Prof. Stefan Kluge, Arzt
Der Intensivmediziner blickt mit Sorge auf das Corona-Infektionsgeschehen und erläutert, warum er eine rasche Lockdown-Verschärfung für zwingend notwendig hält.

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