Retter in der Luft: So erlebt dieser Bremer Retter seinen letzten Arbeitstag

2 406
1.5%
Published on 9 May 2021, 15:00
Es ist soweit für Rüdiger Engler: das letztes Mal im Cockpit von Christoph 6. Nach 35 Jahren im Rettungshubschrauber nun der Abschied.
Gar nicht so einfach, da einen einen kühlen Kopf zu behalten. Er liebt seinen Beruf: Sinnvolles tun und gleichzeitig die Schönheit genießen: jeden Tag hoch oben über der Stadt.

In Erinnerung sind ihm natürlich auch die schmerzlichen Einsätze - bei dem Zugunglück in Eschede 1998 war er als einer der Ersten vor Ort. Aber: Das Erlebte im Anschluß verarbeiten, hält er für wichtig und hat sich ausbilden lassen, auch um anderen bei Bedarf quasi seelsorgerisch beizustehen zu können.

Heute sind es bislang 7 Einsätze für den Rettungschubschrauber - dem Taxi für Notärzte wie Engler sagt. Meistens geht es zu Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten.

Viele kommen um sich zu verabschieden und Rügiger Engler genießt die Anerkennung nach 35 Jahren auf dem Rettungsflieger. Nach diesem Arbeitstag wird er mehr Zeit für seine Familie haben.

Ein besonderes letztes Mal gibt es noch: von der Luftrettungsstation am Krankenhaus Links der Weser - dem Hubschrauberstammsitz, aus - flog er immer an der Station vorbei, auf der seine Frau arbeitet. Beiden konnten sich sehen. Auch damit ist nun Schluß: Er will nie wieder in die Luft gehen.

Das buten-un-binnen-Magazin bei YouTube: Alle Beiträge aus der Sendung findet ihr hier www.butenunbinnen.de
news