Macron: Ohrfeige bei Frankreichtour war ein Einzelfall und keine große Sache

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Published on 11 Jun 2021, 17:15
Emmanuel Macron wurde am Dienstag bei einem Besuch in Tain-l'Hermitage geohrfeigt. Der Angreifer, Damien T., bestritt die Tat vor Gericht nicht und sagte, Macron stehe für den Niedergang Frankreichs. "Wenn wir in der Realität bleiben, habe ich Emmanuel Macron geohrfeigt, weil mich ein Gefühl der Ungerechtigkeit durchfuhr. Es hat nichts mit Ritterlichkeit oder meinen persönlichen Aktivitäten zu tun", sagte der Beschuldigte. Vorher habe er auch überlegt, ein Ei oder eine Torte zu werfen.

Der 28-Jährige wurde bereits zwei Tage nach der Tat zu 18 Monaten Haftstrafe verurteilt, davon wurden 14 Monate zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde es ihm verboten, öffentliche Ämter zu bekleiden und Waffen zu besitzen.

Nach dem Zwischenfall sagte Macron, dass alles gut sei. Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. "Ich habe weitergemacht, und ich werde weitermachen. Nichts wird mich aufhalten", erklärte er. In einem TV-Interview am Donnerstag betonte der französische Präsident erneut, dass es sich um eine "isolierte Tat" gehandelt habe, die nichts Tieferes aussage. Wirklich schlimm hingegen sei zum Beispiel die Gewalt gegen Frauen im Land. Gleichzeitig erklärte er, dass es "Momente sehr hoher Spannungen in unserem Land" gegeben habe, zum Beispiel während der "Gelbwesten"-Proteste. Er stellte auch einen Zusammenhang mit dem Hass in den sozialen Netzwerken her – dieser werde normalisiert, man gewöhne sich daran.

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