LGBT-Community protestiert gegen gesetzliches Verbot für LGBT-Inhalte für Unter-18-Jährige

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Published on 15 Jun 2021, 16:38
Trotz der Proteste von LGBT-Aktivisten und anderen Sympathisanten am Montag ist heute, am Dienstag, im ungarischen Parlament der umstrittene LGBT-Gesetzentwurf verabschiedet worden. Das sogenannte Anti-Pädophilen-Gesetz ist mit 157 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme verabschiedet worden. Die Opposition blieb der Abstimmung fern.
Das Gesetz sieht vor, dass Inhalte, die Homosexualität oder Geschlechtsumwandlung für Personen unter 18 Jahren darstellen oder fördern, verboten sind.

Die Fidesz-Partei von Viktor Orbán beschreibt das Gesetz als einen Versuch, Kinder vor Pädophilie zu schützen.

Lydia Gall, eine leitende Forscherin bei Human Rights Watch, sagte aber, dass die Gleichsetzung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt mit Pädophilie die Würde von LGBT-Menschen angreift und sie in Gefahr bringen könnte.

Sie nannte die Gesetzgebung "einen zynischen, geschmacklosen und absichtlichen Versuch der Orbán-Regierung, die Rechte von LGBT-Menschen mit Füßen zu treten und sie im Wesentlichen in der ungarischen Gesellschaft unsichtbar zu machen".

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