Putin: „Keine Feindseligkeiten“ | Gipfel mit Biden in Genf

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Published on 16 Jun 2021, 19:34
Vorsichtige Entspannungssignale vom Gipfel in Genf: Russlands Präsident Putin und US-Präsident Biden haben bei ihrem weltweit mit Spannung erwarteten Treffen Gespräche über Rüstungskontrolle vereinbart.

Die beiden Präsidenten der größten Atommächte betonten am Mittwochabend in getrennten Pressekonferenzen, das Gespräch sei konstruktiv gewesen.

Putin präsentierte als Ergebnis der Gespräche, dass Russland und die USA ihre Botschafter auf ihre Posten im jeweils anderen Land zurücksenden. Ziel sei, die Spannungen im beiderseitigen Verhältnis abzubauen. Russland hatte seinen Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, vor etwa drei Monaten abgezogen. Zuvor hatte Biden Putin als "Killer" bezeichnet. Der US-Botschafter in Russland, John Sullivan, verließ Moskau vor knapp zwei Monaten. Russland hatte ihm nahegelegt, zu Konsultationen nach Washington zurückzukehren.

Der Kremlchef sagte, es habe "keinerlei Feindseligkeit" gegeben. Biden und er hätten "eine gemeinsame Sprache" gesprochen. Putin sagte aber auch: "Es gibt keine Illusionen und kann auch keine geben."

Militärexperten und Diplomaten beider Länder sollten an einem Mechanismus arbeiten, der zu einer Kontrolle neuer und hochentwickelter Waffen führen könne. Die Gespräche über die strategische Stabilität gelten als wichtiges Signal für die globale Sicherheit. "Es ist klar, dass niemand ein Interesse an einem neuen Kalten Krieg haben kann", sagte Biden.

Die USA hatten sich zuletzt aus mehreren Abkommen verabschiedet, weil sich Russland nicht an die Regeln gehalten haben soll. Moskau wies dies zurück und warnte immer wieder davor, dass ein Ausstieg aus den Abkommen zu einem Wettrüsten führen könnte.

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