NACH RASSISTISCHER ENTGLEISUNG: Darum muss deutscher Rad-Sportdirektor Moster abreisen

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Published on 29 Jul 2021, 14:45
Der deutsche Radsport-Funktionär Patrick Moster hat nach einer rassistischen Entgleisung frühzeitig von den Olympischen Spielen in Tokio abreisen müssen. Moster verließ Japan am Donnerstag, nachdem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seine Rückreise angeordnet hatte, wie der Sport-Informations-Dienst (SID) berichtete. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), dessen Sportdirektor Moster ist, kündigte "sehr zeitnah" ein Gespräch mit ihm über seine "inakzeptablen Äußerungen" an.

Moster hatte während des Zeitfahrens am Mittwoch den deutschen Fahrer Nikias Arndt angefeuert und dabei seine Gegner als "Kameltreiber" bezeichnet. Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und der Algerier Azzedine Lagab im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen. Im Anschluss hatte Moster sich für seine Äußerungen entschuldigt.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zeigte sich davon "überzeugt", dass Mosters öffentliche Entschuldigung "aufrichtig" sei. Mit seiner "Entgleisung" habe Moster jedoch "gegen die olympischen Werte verstoßen". "Fairplay, Respekt und Toleranz sind für das Team D nicht verhandelbar", sagte Hörmann.

#radsport #rassismus #olympia

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