HESSENS SUPERMÄRKTE: Einkaufen nur mit Impfung? Tabu-Bruch in der deutschen Corona-Politik

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Published on 16 Oct 2021, 12:34
Für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen ist das sogenannte 2G-Modell einer Umfrage zufolge keine Option. Lediglich Unternehmen mit beratungsintensiven Sortimenten - wie Brautmoden- und Fotofachgeschäfte oder Optiker - können sich mehrheitlich vorstellen, nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden zu empfangen. Das geht aus einer am Freitag abgeschlossenen Befragung des Handelsverbands Hessen unter seinen Mitgliedern hervor. Daher werde die überwiegende Mehrzahl der Händler «den täglichen Zugang wie gewohnt umsetzen», sagte eine Sprecherin in Frankfurt.

So ist etwa für die hessische Supermarktkette Tegut nach eigener Darstellung 2G aktuell «kein Thema». Man sehe nicht die Notwendigkeit an den Hygienekonzepten der Märkte etwas zu ändern. «Wenn sich jemand - aus welchen Gründen auch immer - nicht impfen lassen möchte, bleibt er ein Teil unserer Gesellschaft und darf nicht beim Lebensmitteleinkauf ausgegrenzt werden», sagte ein Sprecher in Fulda. Auch die Edeka-Märkte bleiben «weiterhin für alle Kundinnen und Kunden offen», teilte deren Zentrale in Hamburg mit. Die in dem genossenschaftlichen Verbund organisierten Kaufleute entscheiden demnach allerdings eigenständig «über alle Maßnahmen in ihren Märkten».

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