AUSNAHMEZUSTAND IN POLEN: Lage an der polnisch-belarussischen Grenze spitzt sich zu

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Published on 26 Oct 2021, 20:15
Für Migranten auf dem Weg Richtung EU wird die Lage in Belarus nach Einschätzung von Menschenrechtlern immer angespannter. Mittlerweile hätten diejenigen, die es nicht über die Grenze nach Polen oder ins Baltikum geschafft haben, sich auf mehrere Städte des Landes verteilt, teilte die belarussische Menschenrechtsorganisation Human Constanta der Deutschen Presse-Agentur mit. «Wir haben keine umfassende Liste, aber im Moment fahren sie definitiv nach Grodno, Brest und Minsk.»

Seit Monaten versuchen Migranten zumeist aus dem arabischen Raum, über Belarus in die EU zu gelangen. Die EU-Außengrenze wird immer stärker geschützt. Migranten können sie nur schwer überwinden.

Die Regierungen Deutschlands und Polens beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU zu hindern - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

Laut der Organisation Human Constanta werden auf belarussischer Seite viele Menschen im Grenzgebiet festgehalten. «Nach Berichten von Migranten werden Gruppen im Wald an der Grenze bewacht.» Sie würden gezwungen, die stark gesicherte Grenze nach Polen zu überqueren. Diejenigen, die das Gebiet zurück ins Landesinnere verlassen könnten, zögen in größere Städte, berichtete eine Sprecherin.

WELT-Reporter Daniel Koop berichtet von der polnisch-belarussischen Grenze über die Zustände vor Ort.

#migration #fluechtlinge #grenze

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