DÜSTERER CORONA-WINTER: Der leise Tod der Weihnachtsmärkte - Ende einer deutschen Tradition?

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Published on 21 Nov 2021, 12:00
Kurzfristig sind in Bayern Weihnachtsmärkte abgesagt worden, anderswo verzögert sich der Start teils. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Freitag an, dass in diesem Jahr im Bundesland keine Weihnachtsmärkte stattfinden sollen. «Wir glauben, es führt zu unzähligen Kontakten, es gibt keine effektive Kontrolle», sagte er. Das neue Paket soll am Dienstag im Kabinett beschlossen und anschließend im Landtag beraten werden. Alle Maßnahmen sollen dann in der Nacht auf Mittwoch in Kraft treten.

Damit fällt etwa der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt aus, der eigentlich am kommenden Freitag gestartet wäre. Man habe lange gehofft und gewissenhaft gearbeitet, sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) nach der Ankündigung Söders. «Doch die landesweiten Vorgaben sind eindeutig. Damit kann der traditionelle Markt im zweiten Jahr in Folge nicht stattfinden.»

Der Christkindlmarkt rund um den Münchner Marienplatz war bereits am Dienstag wegen der Situationen in den Kliniken und steigender Infektionszahlen abgesagt worden. Zuvor hatten verschiedene andere Städte wie Würzburg ihre Weihnachtsmärkte abgesagt.

Andere Veranstalter wollten das Zeitfenster nutzen, das ihnen noch blieb: So sollte der Markt im Schlosshof von Gloria Fürstin von Thurn und Taxis in Regensburg am Freitag wie geplant eröffnet werden. «Solange mir keine rechtsverbindliche schriftliche Untersagung vorliegt, werden wir den Markt weiter betreiben», teilte Veranstalter Peter Kittel mit. Auch in Bayreuth - wo die Buden bereits seit vergangenen Montag offen haben - soll der Markt laut Stadt zumindest am Samstag und wohl auch am kommenden Montag geöffnet bleiben.

Auch außerhalb Bayerns gibt es Änderungen: Im Saarland bleiben Weihnachtsmärkte unter freiem Himmel zwar grundsätzlich möglich, in Saarbrücken wird die für Montag geplante Eröffnung aber erst einmal verschoben, um das Konzept zu überarbeiten. In Rostock muss nach der am Freitagnachmittag erlassenen Allgemeinverfügung in Bereichen des Weihnachtsmarkts in der Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Wer auf dem Weihnachtsmarkt etwas essen, trinken oder ein Fahrgeschäft nutzen will, muss geimpft, genesen oder getestet sein (3G-Regel). Als Nachweis gilt ein Armband, das man an einer von vier Stationen abholen kann.

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