phoenix persönlich: Florian Schroeder zu Gast bei Michael Krons

7 981
18.9%
Published on 25 Nov 2021, 18:35
„Man muss gar nicht so sehr um die Meinungsfreiheit Angst haben, man muss Angst haben um die Verhärtung des Gesprächs und um die Unmöglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, ohne Verdacht“, sagt der Kabarettist Florian Schroeder.

Und weiter: „Das scheint mir das große Problem zu sein, dass alle Kommunikation Verdachtskommunikation ist. Also, der ist der Böse, ich bin der Gute, der ist wohl in der Ecke, ich bin in der richtigen Ecke. Und das ist so eine Remilitarisierung des Gesprächs, die ich für sehr gefährlich halte. Aber das heißt nicht, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist.“

In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit dem Kabarettisten Florian Schroeder über die Meinungsfreiheit, über sein Selbstverständnis als Kabarettist und darüber, warum er sich auf eine mögliche Ampel-Regierung freut.

Allein aus kabarettistischer Sicht würde er sich sehr auf eine neue Regierung freuen, bekennt Florian Schroeder: „Ich freue mich total. Ich bin ganz gespannt, was passiert. Schon jetzt in den Sondierungen und den Koalitionsverhandlungen ist doch die Materiallage Wahnsinn. Und wenn ich Christian Lindner sehe, der in Pressekonferenzen sagt, es ist jetzt ein fortschrittsfreundliches Zentrum hier entstanden, das setze viel Phantasie frei, dann denke ich, ist ja geil, die Robert-Habeckisierung der Sprache hat sogar die FDP erreicht, mehr kann eigentlich gar nicht passieren.“
news