Warum Booster-Impfungen so wichtig sind | Gesundheit | BR

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Published on 29 Nov 2021, 7:06
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--- Deutschland ist mitten in der vierten Welle. Die deutlich ansteckendere Delta Variante lässt die Inzidenzen besonders in Bayern auf einen Höchststand schießen. Die Offensive: Erst-Impfungen vorantreiben und "Boostern".

Es braucht eine Drittimpfung! Sonst lässt der Impfschutz nach. Das verdeutlicht eine Studie der Universität Umeå in Schweden. Sie zeigt wie lange die Wirkung der Corona-Impfstoffe anhält. Demnach lässt der Schutz vor leichten Symptomen bei BioNTech, Moderna und AstraZeneca nach etwa drei Monaten langsam nach. Vor einem schweren Verlauf schützen alle länger. Dies ist jedoch stärk abhängig von Impfstoff, Alter und Geschlecht.
Der Impfstoff von BioNTech zeigte 15 bis 30 Tage nach Gabe der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 92 Prozent gegen eine Coronavirus-Infektion mit Symptomen. Nach 121 bis 180 Tagen lag die Wirksamkeit nur noch bei 47 Prozent.

Beim Moderna-Impfstoff sank die Wirksamkeit langsamer: Er schützte nach einem halben Jahr noch zu 59 Prozent vor einer Infektion mit Krankheitszeichen. AstraZeneca hingegen zeigt im Vergleich zu den beiden mRNA-Impfstoffen weniger Wirksamkeit. Fakt ist: Bei allen drei Impfstoffen braucht es eine Auffrischung nach fünf bis sieben Monaten.

Bei der Studie handelt es sich um eine Preprint Studie. Das heißt, die Daten wurden schon veröffentlicht, aber sind noch nicht von Fachkollegen begutachtet worden oder in einer Fachzeitschrift veröffentlicht worden.

Alle drei Impfstoffe haben gemeinsam, dass ihre Wirksamkeit gegen Infektionen bei Älteren schneller nachlässt.


Autorin: Nora Zacharias

Aus der TV-Sendung vom 23.11.2021

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